WER HAT ANGST VORM SCHWARZEN MANN

Der kleine Fritz hat Angst: Ihn erschreckt auf einem dunklen Spielplatz ein riesiger Schatten, der >schwarze Mann<. Die Zuschauer machen allerhand Gruselgeräusche, die sie mit einem Tonband aufnehmen, um die Wirkung der Szene noch zu steigern. Aber Fritz findet eine Zaubermurmel, die ihm hilft, die Schatten zu vertreiben. In der zweiten Geschichte hält er eine Gardine, die von einem Staubsauger zum Flattern gebracht wird, für ein Gespenst. Alle Zuschauer helfen ihm als vielarmiges, gutes Wesen, seinen Mut wiederzufinden. In der dritten Geschichte in der Spielzeugabteilung eines Kaufhauses läßt Fritz vor Schreck einen Kipplader fallen, als er feststellt, daß er von der Verkäuferin ständig über Kontrollspiegel und Videoüberwachung beobachtet wird. Die Kinder bilden einen schützenden, dichten Wald, in dem er genügend Kraft findet, um festzustellen, daß der Laster nicht beschädigt ist. In der vierten Geschichte sieht Fritz einen Gruselfilm. Plötzlich kommt aus dem Fernseher eine Hand, um ihn zu packen. Mit Hilfe seiner Freunde kann er die Fernseh-Monster vertreiben.

Diese medienpädagogische Projektwoche befaßt sich mit Angst und Medien. Sie enthält an vier Tagen je eine Geschichte für die Kinder, in der die Zuschauer die Rollen der Angsterreger übernehmen und damit ansatzweise ihre eigenen Ängste abbauen können, in der die Kinder viele technische Dinge wie Tonbandaufnahmen, Schattenspiel, Stroboskop, Videoaufnahmen selbst ausprobieren können. Sie erfahren wie Angst sich ausdrückt, wie man sie anderen mitteilen kann und wie man sich und anderen helfen kann. Zur Woche gehören auch zwei Elterngespräche und eine Fortbildung für die Pädagogen. Nach der wissenschaftlichen Auswertung dieses Modellprojekts erschien von H.-D. Kübler, Stefan Kuntz und Christoph Melchers das Buch »Angst wegspielen - Mitspieltheater in der Medienerziehung

Das Wichtigste in Kürze:

Mitspieltheaterwoche für eine Kindergruppe

Thema: Angst und Medien

Zuschauerzahl: eine Kindergruppe / Klasse

Alter: 4 bis 10 Jahre

Spielfläche: Raum 5 x 7 x 3.20 m

Dauer: 4 Tage, jeweils ca. 55 Min.

Premiere: 3.10.83


Technisches Beiblatt:

"Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?"

Publikum:

eine Gruppe / Klasse mit mindestens 10 und höchstens 30 Kindern zwischen vier und zehn Jahren.

Erzieher / Lehrer

mit allen beteiligten Pädagogen (auch Praktikanten) ein Vorgespräch möglichst zwei Wochen vorher, ca. 90 Min.. Bei diesem Gespräch wird die Kenntnis der Kapitel 8.2, 8.5 bis 8.7 vorausgesetzt. Nach jedem Teil möglichst ein kurzer Meinungsaustausch ohne Kinder

Eltern

werden zum vierten Teil eingeladen. Dann anschließend Diskussion. Sie erhalten die "Tips für Eltern". Wenn gewünscht, ein vorbereitender Elternabend.

Fremde Erwachsene

(Pädagogen aus anderen Einrichtungen) können nach Absprache und in beschränkter Zahl gerne zuschauen bei Teil 2, 3 und 4.

Raum:

ein großer leerer Raum (mind. 5 x 7 m), z.B. Gymnastikraum, Klassenzimmer; Höhe möglichst mehr als 320 cm.

Der Raum kann in der übrigen Zeit, auch am Pausentag, im allgemeinen nicht, und nach Absprache nur eingeschränkt genutzt werden.

Der Raum muß mit den mitgebrachten Tüchern leicht zu verdunkeln sein.

Störungen von außen und nach außen sollten vermieden werden.

Technik:

Stromanschluß 220 V/15 Amp.- Lichtanlage wird mitgebracht.

Es muß gestattet sein, in Wände bzw. Decke drei kleine Löcher zur Befestigung der Schattenspielwand zu bohren.

Auf- und Abbau:

Aufbau 180 Minuten. Abbau 120 Minuten. Treppen erfordern eine Hilfskraft.

Sitzgelegenheiten:

Matten oder Teppiche als Sitzgelegenheit für die Kinder, Bänke o.ä. für die Erwachsenen. Es müssen zur Verfügung gestellt werden: in Teil 4 1 Bett (oder drei niedrige Hocker) und 3 Stühle in Teil 2, 3 niedrige Tische in Teil 3 und 4.

Dauer:

viermal ca. 1 Stunde an vier Tagen innerhalb einer Woche; in Kindergärten z.B. Mo., Di., Do., Fr. 10 Uhr; in Horten und Grundschulen auch nachmittags. Der letzte Termin sollte so gelegt werden, daß möglichst viele Eltern kommen können. Doppelvorstellungen vor und nachmittags nur in demselben Raum.

Pausentag möglich, aber nicht Bedingung.

Fotos:

leise, unauffällige Fotos gerne. Blitzlichtfotos nur nach Absprache.



Werbung:

3 Plakate A2 (Fotokopien) für Aufkleber geeignet, Presseinformation, Pressenotiz gratis zusätzliches Werbematerial auf Bestellung, gegen Berechnung:

Plakat A2 Fotokopie 3.- DM

Fotos 5.- DM

Begleitmaterial (Buch) 17.- DM

Die Medien mit dem Presseinfo zu Teil 2, 3 oder 4 einladen.

Weitere Informationen auch in dem Buch Kübler/Kuntz/Melchers: Angst wegspielen - Mitspieltheater in der Medienerziehung, Leske-Verlag, Leverkusen 1987, 19.80 DM und auf einer Videodokumentation, 86. Min., VHS, die beim Theaterdilldopp entliehen werden kann (5. - DM). Sowie mit einer Mappe "Dokumentation" (Pressestimmen, Gutachten), ca. 90 S., 12.-- DM.

Unterkunft / Catering:

1 EZ vorzugsweise privat (sofern im Vertrag vereinbart), kleine Erfrischung angenehm

GEMA:

Die GEMA-Liste wird auf Wunsch zugesandt.

Öko-Tarif: kein Öko-Tarif möglich


Presseinformation:

Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann

Mitspieltheaterprojekt für eine Kindergruppe

Thema: Angsterlebnisse von Kindern (Buhmann, Dunkelheit, Schatten, Geräusche, Alpträume, Gewitter, Alleinsein, Kontrolle), Fernseh- und Videofilm-Seherlebnisse von Kindern

Ziel: Hilfestellung für die Kinder bei der Verarbeitung eigener Angsterlebnisse

Anleitung zu Erfahrungen im Umgang mit audiovisuellen Medien

Aufklärung über Videohorror und Angstverarbeitung für Pädagogen und Eltern

Anregungen für die weitere Arbeit im Bereich Medien- und Gefühlserziehung, Jugendschutz

Umsetzung: Mitspieltheater, Medienerziehungsprojekt

Roter Faden: Fritz hat Angst, macht sich mit Hilfe seines Teddys Mut, vertreibt seine Angst mit Hilfe der zuschauenden Kinder

Zuschauerbeteiligung: Kinder übernehmen Rollen von Angsterregern (Buhmann, Riesenschatten, Gewitter) Kinder helfen Angst vertreiben (auslachen); Kinder benutzen audiovisuelle Medien aktiv und kreativ (Tonband, Donnerblech, Videokamera); Kinder nehmen selbst Gruselgeräusche und einen Videofilm auf.

Autor, Regisseur, Spieler: Stefan Kuntz

Premiere: 3.10.83 in Köln-Bocklemünd

Alter: vier bis zehn Jahre

Dauer: viermal ca. 55 Min. innerhalb einer Wache, dazu noch Nachbereitung durch einen Pädagogen

Aufklärung/Fortbildung der Pädagogen in Gesprächen, Kursen, Seminaren

Elternarbeit: Elternabend, Teilnahme am letzten Tag, Kurs


Copyright des Fotos bei : Lissy Winterhoff


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 11. Juni 1997

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