SCHMOLLER

Nach vielen Jahren kommt Pankraz als Fremdenlegionär und rechter Haudegen nach Hause, in einem afrikanischen Gewand und mit der Mütze eines Oberst, das Fell eines kolossalen Löwen in der Hand, und erzählt die sensationelle Geschichte seiner Heilung. Er berichtet, wie er vordem nur ein halbes Würstchen gewesen sei, jetzt aber zu seinem wahren Ich gefunden habe dank dieses Löwen,

der 1. überhaupt der einzig mögliche Bekehrer und Lehrmeister sei,

der 2. ihn die unglückliche Liebe zur schönen und edlen, aber abgrundtief gemeinen Lydia vergessen ließ,

der 3. ihm das Schmollen abgewöhnt habe, und zwar in Todesgefahr, und das endgültig.

Diese Erzählung reflektiert voller Witz einerseits über die Annahme, man müsse der Gefahr ins Auge blicken, richtige Angst erleben, das ganz große Erlebnis, den großen Kick finden, um ein anderer zu werden und seinen Verdruß abzulegen; andererseits geht es um Utopien und Lebensentwürfe: was für ein anderer möchte ich eigentlich sein?

nach Gottfried Keller's Novelle "Pankraz, der Schmoller" ( 1856)

Das Wichtigste in Kürze:

Szenische Lesung / Erzähltheater für Erwachsene

Thema: Harte Männer

Zuschauerzahl: 20 bis 90 Personen

Spielfläche: drinnen, 2 x 3 m, vor Podest 4 x 2 m, auch in Wohnzimmern

Öko-Tarif: möglich

Dauer: ca. 85 Minuten

Premiere: 23.1.97


Technisches Beiblatt:

Publikum:

Das Stück wendet sich in erster Linie an Erwachsene.

Jugendliche (ab 17 Jahren) sind ebenfalls willkommen. Ein Publikum ausschließlich aus Jugendlichen ist nicht geeignet.

Zahl: Mindestens 20 Personen, höchstens 90 Personen.

Raum:

In Räumen mit guter Akustik (keine Turnhallen) von mindestens 100 qm,

Die Aktionsfläche ist 2 mal 3 m groß und befindet sich vor einer eventuell vorhandenen Podestbühne. Podest (4 x 2 x 0.30 m, B/T/H) nicht unbedingt erforderlich, aber erwünscht; keine Bühne.

Sitzgelegenheiten:

Auf Stühlen in Hufeisenform. Tische, Getränke möglich. Aber kein Servieren während der Vorstellung.

Technik:

Licht: Nur wenn Öko-Tarif vereinbart: Zwei regelbare Stromkreise. 3 focussierbare Scheinwerfer à 1000 Watt, Filter.

Ohne Öko-Tarif: Lichtanlage (220 V, 15 Amp.) wird mitgebracht.

Gegenstände, die vom Veranstalter zur Verfügung gestellt werden müssen: nichts

Dauer:

reine Spieldauer 80 bis 90 Minuten, Pause nach ca. 60 Minuten

Auf- und Abbau:

90 Minuten Aufbau, 30 Minuten Abbau

Werbung:

3 Plakate A2 (Fotokopien) für Aufkleber geeignet, Presseinformation, Pressenotiz gratis

zusätzliches Werbematerial auf Bestellung, gegen Berechnung:

Plakat A2 Fotokopie 3.- DM, Fotos 5.- DM

Unterkunft / Catering:

1 EZ, vorzugsweise privat (sofern im Vertrag vereinbart), kleine Erfrischung angenehm

keine GEMA keine Musik, keine Tonanlage

Öko-Tarif möglich


Presseinformation

Szenische Lesung / Erzähltheater für Erwachsene,

von und mit Stefan Kuntz, Theaterdilldopp

nach Gottfried Keller's Novelle

"Pankraz, der Schmoller" (1856)

Die sensationelle Geschichte

der Heilung eines verhärteten Mannes durch die schöne Lydia und

einen kolossalen Löwen

Da kommt ein Fremdenlegionär auf die Bühne, in einem afrikanischen Gewand und mit der Mütze eines Oberst, das Fell eines erlegten Löwen in der Hand, und berichtet, wie er vordem nur ein halbes Würstchen gewesen sei, jetzt aber zu seinem wahren Ich gefunden habe dank dieses Löwen,

der 1. überhaupt der einzig mögliche Bekehrer und Lehrmeister sei,

der 2. ihn eine unglückliche Liebe vergessen ließ,

der 3. ihm das Schmollen abgewöhnt habe und zwar in Todesgefahr und das endgültig.

Zum Hintergrund:

Aus lauter Beleidigtsein und Überdruß verläßt Pankraz sein Elternhaus, zieht in die weite Welt, besteht tausend Gefahren, wird in den Augen seiner Umwelt ein rechter Kerl, findet aber doch nie zu sich selbst und schon gar nicht zu einem konstruktiven Kontakt zu Frauen.

Erst als er in wahren Todesnöten schwebt, einen Löwen in der Wüste durch seinen Blick bannt, wird er geläutert.

Im Original wird Pankraz ein 'dem Lande nützlicher' Bürger. Diese Inszenierung macht deutlich, daß diese Art von 'Heilung' heutzutage wohl mit einigen Fragezeichen versehen werden muß.

Dies Stück reflektiert einerseits über die Annahme, man müsse der Gefahr ins Auge blicken, richtige Angst erleben, das ganz große Erlebnis, den großen Kick haben, um ein anderer zu werden und seinen Verdruß abzulegen, andererseits geht es um Utopien und Lebensentwürfe: was für ein anderer möchte ich eigentlich sein? Komme ich nur radikal oder auch bürgerlich zu meinem Glück?


Copyright des Fotos : Anke Sülzer




Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 11. Juni 1997

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Künstlerberatung Stefan Kuntz