EINFACH IRRE

Martin (14) hat drei alltägliche Katastrophen hinter sich: Seine mühsam verdienten 120 Mark wurden ihm geklaut, er ist seinen Job los und er soll von der Schule fliegen. Er will diesen ganzen Schrott nicht mehr, er will abheben. Einladungen zum Saufen, zum Ecstasy-Schlucken oder zum S-Bahn-Surfen ignoriert er.

"Tempo 100, auf der S-Bahn. Ich steh oben, die Arme ganz breit, Beine auch, bißchen vorgebeugt gegen den Wind. Der Wind voll durch meine Haare, die Haare stehen gerade nach hinten. Ich denk, ich heb ab. Irres feeling.

Aber: Leben ist auch kein Scheiß."

Martin findet für sich das (be-)rauschende, kleine Glück beim Fisch-Grillen und Bergsteigen. Na gut, egal, alles kannst du nicht haben. Ej, Mann: wo, bitte, geht's hier zum Glück?


Copyright des Fotos bei : Bernd Hiepe

Das Wichtigste in Kürze:

Mitspieltheater für Teenies

Themen: Rausch, Drogen, Risiko, Glück

Zuschauerinnenzahl 20 bis 70 Jugendliche

Alter: 13 bis 18 Jahre

Spielfläche: drinnen, keine Bühne, im Kreis 4,50 m , 3.20 m hoch

Öko-Tarif: möglich

Dauer: 50 Minuten

Premiere: 14.9.1995


Technisches Beiblatt:

"Einfach irre"
   

Publikum:
Teenies, möglichst eine feste Jugendgruppe oder eine Schulklasse, weil Animationstheater, das Teenies anregen will, etwas aus sich heraus zu gehen, dann eher sein Ziel erreicht.

Alter: 13 bis 18 Jahre

Zahl: Mindestens 20 Personen, höchstens 70 Personen.

Raum:
In Räumen mit guter Akustik (keine Turnhallen) von mindestens 40 qm.Die lichte Höhe sollte möglichst mehr als die üblichen 2.80 m betragen, möglichst 3.20 m. Eine Aufführung kann auch draußen möglich sein:
ruhig, warm, trockener Rasen, ringsum Büsche oder Stellwände
Die Aktionsfläche ist 4,50 m im Durchmesser groß und befindet sich in der Mitte des Raumes. Die Zuschauer sitzen im Kreis um die Aktionsfläche herum. Kein Podest, keine Bühne, keine Verdunkelung erforderlich.

Sitzgelegenheiten:
Im Kreis auf dem Boden, auf Stühlen, dahinter eventuell auf Tischen.

Technik:
In der Regel reicht mein kleiner Halo-Fluter. Bei größeren Räumen ist eine Lichtanlage nötig, die ich auf Wunsch mitbringen kann (220V, 15 Amp.) - dann allerdings kein Öko-Tarif!

Gegenstände, die vom Veranstalter zur Verfügung gestellt werden müssen:
1 Leiter, mit der ich an die Decke reichen kann (falls ein Tisch nicht schon reicht).

Dauer:
ca. 60 Minuten plus anschließendes Gespräch (falls gewünscht)

Auf- und Abbau:
Aufbau 2 Stunden. Abbau 30 Minuten.

Werbung:
3 Plakate A2 (Fotokopien) für Aufkleber geeignet, Presseinformation, Pressenotiz, Begleitmaterial gratis zusätzliches Werbematerial auf Bestellung, gegen Berechnung:
Plakat A2 Fotokopie 1.50 €
Fotos 2.50 €

Unterkunft / Catering:
1 EZ, vorzugsweise privat (sofern im Vertrag vereinbart), kleine Erfrischung angenehm

Öko-Tarif: Öko-Tarif möglich

Besonderes:
Es wird ungefährlich ein Grillfeuer auf der Spielfläche entzündet. Deshalb müssen in Räumen mit automat. Entlüftung, Rauch- oder Feuermelder diese Geräte außer Betrieb gesetzt werden. - Den Zuschauern wird gegrillter Fisch zum Verzehr angeboten. - Einige Zuschauer werden gebeten, an einer Bodenakrobatik mitzuwirken. - Nach der Aufführung ist eine Bodenreinigung nötig.


Presseinformation:

Martin (14) hat drei alltägliche Katastrophen hinter sich: Seine mühsam verdienten 60 € wurden ihm geklaut, er ist seinen Job los und er soll von der Schule fliegen. Er will diesen ganzen Schrott nicht mehr, er will abheben.

Einladungen zum S-Bahn-Surfen, zum Saufen oder zum Ecstasy-Schlucken ignoriert er. Denn: Leben ist auch kein Scheiß. Er findet sein (be-)rauschendes Glück beim Fisch-Grillen und Bergsteigen.

Ej, Mann, wo, bitte, geht's hier zum Glück?

Dieses Theaterstück ist nicht eines dieser typischen Anti-Drogen-Stücke, in denen beispielhaft eine Drogenkarriere beschrieben wird, mit der dann abschreckend informiert werden soll.

Dieses Stück geht davon aus, daß ein sozialverträglicher Umgang mit Räuschen in unserer Gesellschaft kaum gelernt wird, daß aber Räusche zu unserem Mensch-Sein, zu unserem Leben dazu gehören und eine wichtige, auch psychohygienische Funktion haben. Nur degenerieren Räusche heute vielfach zu Exzessen, die nicht nur für den einzelnen, sondern für die ganze Gesellschaft zerstörende Dimensionen annehmen.

In diesem Theaterprojekt geht es um positive Räusche, um die Suche nach dem Glück, um die Unbequemlichkeit, die man auf sich nehmen muß, will man im Rausch Glück, eine andere Wirklichkeit, eine Utopie finden, die einem in dieser Wirklichkeit Anregungen gibt und hilft.

 


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 28. Jan 2004

Sie wurde freundlicherweise durch  gestaltet

Künstlerberatung Stefan Kuntz